Bangkok war kein normaler Stop. Ich wollte die Strecke von Koh Tao per Anhalter fahren und die Anreise war schon das Abenteuer.
Erst mit der Fähre von Koh Tao nach Chumphon. Der Anleger hält etwa 40 km außerhalb der Stadt, im Nirgendwo. Ich hatte kurz Angst, dass ich dort feststecken würde, weil es keine günstige Möglichkeit geben sollte, in die Stadt zu kommen. Stattdessen: das erste Auto, das ich angehalten habe, hat direkt gehalten. Eine Familie, auf dem Heimweg. Wir waren zu fünft im Auto. Die Familie hat mich bis zu einer Autobahnraststätte auf halbem Weg Richtung Bangkok gefahren.
An der Raststätte erst gegessen und dann die nächste Mitfahrgelegenheit gesucht. Dabei habe ich einen Thailänder und einen Russen getroffen, die schon öfters per Anhalter gefahren sind und mir noch ein paar Tipps gegeben haben. Nach ungefähr zehn weiteren Versuchen habe ich einen LKW-Fahrer gefunden, der in Richtung Bangkok fährt. Sein Onkel war auch dabei.
Die beiden waren sehr nett und lustig. Wir haben zusammen zu Abend gegessen, ich habe in der Fahrerkabine zwischen den beiden gesessen und konnte zwischendurch sogar ein bisschen schlafen.
Und dann hat sich herausgestellt, dass sie direkt bis vor Bangkok durchfahren. Sie haben mich die ganze Strecke mitfahren lassen.
Nach 12 Stunden bin ich an der Khao San Road angekommen. Meine Freunde, die zur gleichen Zeit mit dem kommerziellen Bus losgefahren waren, kamen nur drei Stunden früher an. So viel langsamer war es also gar nicht.
Am ersten Abend haben wir gemeinsam das WM-Viertelfinale Deutschland gegen Paraguay geschaut. Deutschland hat verloren.
Meine Unterkunft lag in der Nähe der Khao San Road. Gewöhnungsbedürftig, für zwei Nächte aber ausreichend.
In den nächsten Tagen habe ich mir verschiedene Tempel angeschaut. Mit der Chao Phraya Fähre bin ich den Fluss entlanggefahren, das Ticket kostet unter 0,50 €. Die Fähre fährt am Wat Arun vorbei und die Aussicht auf dem Fluss ist gut.
Von dort bin ich dann noch zum Wat Pho mit dem Liegenden Buddha gelaufen. Jedem zu empfehlen, der etwas Zeit hat.
Die Songwat Road ist eine Straße mit verschiedenen stylishen Läden. Wer in der Nähe ist, kann gut vorbeischauen.
Chinatown war voll. Dort habe ich beim Nai Ek Roll Noodle eine Michelin-empfohlene Nudelsuppe mit großen Reisnudeln und Hähnchen gegessen, sehr gut. Und danach eine Kugel Kokosnuss-Eis für 10 Baht. Für den Preis eine der besten Sachen in Bangkok, unbedingt mitnehmen.
Den Chatuchak Market habe ich leider unter der Woche erwischt. Google Maps hat ihn als geöffnet angezeigt, aber von über 10.000 Läden waren vielleicht 200 offen. Ernüchternd. Nur am Wochenende hingehen. Direkt daneben ist eine Mall, die ich noch mitgenommen habe, und ein Tiermarkt, der erschütternd war. Tiere unter schlechten Bedingungen auf engstem Raum. Realitätscheck, aber kein Muss.
Einen eigenen Stop wert ist Uncle Tu 10 Bath im Süden der Stadt. Dort gibt es Reis mit Fleisch und Sauce für 10 Baht. Das ganze Viertel drumherum ist günstig: an den umliegenden Ständen habe ich kleine Pfannkuchen mit Vanille- oder Fruchtfüllung für 5 Baht bekommen, große für 10 Baht, und eine Glas-Fanta für 7 Baht. Alles sehr lecker für den Preis.
Am nächsten Morgen Flug nach Hongkong.
🍽️ Food-Spots
Reis mit Fleisch und Sauce für 10 Baht. Das ganze Viertel drumherum ist günstig.
Google Maps öffnenNudelsuppe mit großen Reisnudeln und Hähnchen. Michelin-Empfehlung.
Google Maps öffnenEine Kugel Kokosnuss-Eis für 10 Baht. Frisch, günstig, sehr gut.
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