Koh Tao war kein geplanter Stop. Kurz vor der Abreise war ich auf einer Feier in München, wo mir zwei Mädchen von ihrer Asienreise erzählt haben und meinten, dass Koh Tao die beste Zeit ihrer gesamten Reise war, vor allem wegen des Tauchens. Sie haben mir explizit die Rainbow Fish Divers empfohlen, eine deutschsprachige Tauchschule auf der Insel.
Nachdem ich in Phuket war, habe ich beschlossen, es einfach auszuprobieren. Die Anreise war lang: erst mit dem Bus, dann 9 Stunden Nachtfähre. Auf der Fähre schläft man überraschend gut.
In der Tauchschule wurde ich sehr gut empfangen. Das Hostel war direkt im Kurs-Preis inklusive, hinter dem 7-Eleven, ein Schlafsaal mit mehreren Leuten. Normalerweise wäre mir das zu wenig Privatsphäre, aber die Gruppe war so gut, dass es keine Rolle gespielt hat. Direkt nebenan war die Bar der Tauchschule, nur für uns — günstiges Bier abends, morgens kostenloses Frühstück mit Pancakes, Rührei und Omelette.
Den PADI Open Water Diver Kurs habe ich dann gemacht. Deutschsprachig zu lernen war ein echter Vorteil, weil man beim Tauchen wirklich alles verstehen muss. Wir hatten einen sehr kompetenten Tauchlehrer, mit dem es Spaß gemacht hat. Sechs Taucheinheiten, Theorie, abschließender Test, letzter Tauchgang in der Praxis.
Beim Schnorcheln in Ao Leuk habe ich meinen ersten Baby Shark gesehen. Direkt beim Einstieg. In der Tanote Bay war ich auch — viele Fische und Korallen, aber keine besonderen Tiere.
Das absolute Highlight der Insel war der Ao Hin Wong Beach. Eintritt eigentlich 50–100 Baht, aber links gibt es das View Rock Resort, und darüber kommt man kostenlos zu den Felsen und schwimmt dann rüber zum Strand. Im knietiefen Wasser stehen Baby Sharks direkt um einen herum. Das war wirklich besonders.
Etwas enttäuschend dagegen war die Shark Bay. Kostenloser Eingang, aber die versprochenen Schildkröten habe ich nicht gesehen. Ich habe seitdem von vielen gehört, dass das eher selten vorkommt.
Zum Erkunden der Insel habe ich mir einen Roller bei Olli’s Motorbike Rentals gemietet. 200 Baht pro Tag, etwas teurer als andere Verleihstationen, aber das Schnorchel-Set war kostenlos inklusive. Außerdem musste ich nur ein Foto vom Pass machen und 2.000 Baht Kaution hinterlegen, keine Pass-Abgabe. Den Roller kann ich definitiv empfehlen.
Den John Suwan Viewpoint haben wir mit 50 Baht Eintritt gemacht. Bester Ausblick auf der Insel. Von dort aus kommt man auch zum Freedom Beach, wo wir Drohnenvideos gedreht haben.
Die Secret View & Sunset Bar haben wir auch besucht, 100 Baht Eintritt mit einem Freigetränk — ganz nett, aber John Suwan ist deutlich besser.
Beim Essen war Blue Chair meine Stammadresse. Zwei Minuten Fußweg, riesige Portion Pad Thai oder andere Thai-Gerichte für 80 Baht, also etwas mehr als 2 €. Sehr gut. Die Sandwich Lady habe ich einmal besucht, war weiter weg, aber hat sich gelohnt. Zum Glück keine Schlange. Den 995 Roasted Duck würde ich beim nächsten Mal auslassen — sehr gehyped, aber zu voll, zu lange Wartezeit, und zu wenig Ente für den Preis.
Abends haben wir immer zusammen als Gruppe in der Bar vorgetrunken, mit Trinkspielen wie Rage Cage, und sind dann öfters an den Strand feiern gegangen, meistens zu Fishbowls, einem Club direkt am Strand.
Eigentlich hatte ich nur geplant, für den Tauchkurs zu bleiben. Dann habe ich fünf Tage verlängert, dann noch mal. Insgesamt zehn Nächte. Die Gruppe war gut, das Tauchen hat Spaß gemacht, und ich wollte einfach nicht weg.
Koh Tao ist eine große Empfehlung.
Weiter nach Bangkok ging’s dann per Anhalter.
🍽️ Food-Spots
Pad Thai und Thai-Gerichte. Riesige Portionen für 80 Baht, ~2 €.
Google Maps öffnenSehr gehyped, überlaufen. Lange Wartezeit, wenig Ente für den Preis.
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