Kunming war das Ende von China, und ich bin nach einer harten Nacht dort angekommen.
Die Zugfahrt aus Chengdu lief in zwei Abschnitten. Die ersten acht Stunden hatte ich einen Sitzplatz, was bedeutet hätte, dass ich schlafen kann. Tatsächlich habe ich fast die ganze Nacht mit einer Chinesin geredet, die neben mir saß. Am Morgen hatte ich noch zwei Stunden Schlaf, bevor ich umsteigen musste. Dann eine Stunde Warten am Bahnhof, dann nochmal drei Stunden weiterfahren, diesmal ohne Sitzplatz. Drei Stunden stehen, komplett übermüdet. Auch dort hatte ich aber gute Gesellschaft, und jemand hat mir am Ende einen riesigen Strauß Weintrauben in die Hand gedrückt. Hat geholfen.
In Kunming habe ich mir direkt ein Hotel genommen und den halben Tag geschlafen. Abends bin ich rausgegangen und die Gegend erkunden. In der Nähe des Hotels war ein großes Einkaufszentrum, und davor haben Einheimische getanzt. Einfach so, mitten unter der Woche, draußen, entspannt. Gute Stimmung.
Auch die Nanping Street war abends einen Spaziergang wert, voller Neon-Schilder und Streetfood-Ständen.
Am nächsten Tag habe ich ein Hostel genommen und dort eine Französin getroffen, mit der ich die Stadt erkundet habe. Wir sind zum Green Lake Park gelaufen, einem großen ruhigen Park im Zentrum der Stadt mit alten Bäumen, Brücken und Pavillons. Komplett zu Fuß durchgegangen. Danach noch durch die Gassen der Altstadt. Dazu Nudeln bei einem lokalen Laden. Gut genug.
Mein letzter Tag in China war der verrückteste.
Ich bin zum Kingdom of the Little People gefahren. Das ist ein Freizeitpark außerhalb von Kunming, bei dem fast alle Mitarbeiter und Entertainer kleinwüchsig sind. International gibt es dazu sehr gemischte Meinungen, und ich wollte mir ein eigenes Bild machen, bevor ich ein Urteil fälle.
Mein Fazit: Die Menschen dort wirkten freundlich und glücklich. Niemand hat sich unwohl gefühlt, soweit ich das beurteilen konnte. Ob das Inklusion ist oder ob es eine Schau auf Kosten der Beteiligten ist, dazu wird man immer unterschiedliche Antworten bekommen. Ich habe mir die Zeit genommen, es selbst zu sehen, und habe mir danach meine Meinung gebildet.
Was ich dabei auch mitgenommen habe: Ich war selbst die größere Attraktion. Alle wollten Fotos mit mir machen.
Am nächsten Tag ging es aus China raus, Richtung Vietnam.
🍽️ Food-Spots
Crossing the Bridge Noodles, solide.