Die Fahrt nach Luang Prabang hat 22 Stunden gedauert.
Angefangen hat es mit einem Nachtbus bis morgens an die Grenze zu Laos. Dort waren auf einmal nur noch zwei Briten übrig, die ich schon an der laotischen Botschaft in Hanoi getroffen hatte: Sami und Ruby. Zusammen mit zwei weiteren Touristen saßen wir zu fünft in einem kleinen, vollgepackten Minivan mit zwei Fahrern.
Nach ein paar Stunden wurden die anderen beiden abgesetzt, sie sind in eine andere Richtung weiter. Sami, Ruby und ich sind über eine sehr holprige Strecke weitergefahren, sechs oder sieben Stunden lang. Dabei gab es auch eine Polizeikontrolle, bei der der Beifahrer dem Polizisten einfach etwas Geld in die Hand gedrückt hat. Dann konnten wir direkt weiterfahren. So funktioniert Korruption.
Danach wurden wir mit einem Auto zum Bahnhof gebracht, von dort sollte es mit dem Zug weiter nach Luang Prabang gehen. Kurz vor Abfahrt der nächste Stress: Sami wollte am Automaten Geld abheben, weil wir kein Internet und kein Bargeld hatten. Die Karte wurde eingezogen. Panik, ein Techniker musste gerufen werden.
Als ich mein reserviertes Ticket abholen wollte, hieß es, es gäbe keine verfügbaren Tickets mehr und ich könnte erst am nächsten Tag weiterfahren. Kein Internet, der Geldautomat hatte Samis Karte verschluckt, wir waren außerhalb der Stadt, und die Abfahrt stand kurz bevor. Zum Glück kam der Techniker gerade noch rechtzeitig und gab Sami die Karte zurück. Mein Ticketproblem war damit aber nicht gelöst. Ich habe den beiden gesagt, dass sie schon mal losfahren sollen.
Fünf Minuten vor Abfahrt habe ich dann noch lange mit der Security diskutiert und darum gebeten, irgendwie mitgenommen zu werden. Nach viel Nerven hieß es, wenn ich Bargeld hätte, könnte ich auch im Zug bezahlen. Die Person, die mein Ticket eigentlich für mich hätte zahlen sollen, konnte das nicht mehr tun, hat mir aber das Geld in die Hand gedrückt. So habe ich es auf den letzten Drücker doch noch in den Zug geschafft und bin mit Sami und Ruby zusammen in Luang Prabang angekommen.
Dort haben wir zusammen den Nachtmarkt erkundet und waren öfter in der Outback Bar, wo wir die Liveübertragungen unserer Fußballteams gucken konnten. Echt super.
Am nächsten Tag haben wir uns einen Roller gemietet und sind zum Kuang Si Wasserfall gefahren. Er war etwas geflutet, aber wir hatten trotzdem eine super Zeit.
Oben auf dem Berg gab es einen schönen Ausblick, und unten sind wir mit ein paar einheimischen Kindern schwimmen gegangen. Sehr lustig. Abends dann wieder Fußball geguckt.
Am Tag danach haben wir morgens Tak Bat angeschaut, den Almosengang der Mönche durch die Stadt. Sehr spannend.
Dabei habe ich auch noch J-Aeum gefunden, einen Kaffee- und Dessertladen, der mich an Mixue aus China erinnert hat.
Danach bin ich gemeinsam mit Sami und Ruby weiter Richtung Vang Vieng.
🍽️ Food-Spots
Kaffee-/Dessertladen, den ich sehr mochte. Erinnert an Mixue aus China.