Macau war ein Tagesausflug von Hongkong aus. Morgens mit der Fähre rüber, abends per Bus zurück.
Die Fähre hat ungefähr 20 € gekostet und ist nicht ganz so günstig, aber vom Fährhafen aus gibt es einen Trick: die großen Casinos betreiben kostenlose Shuttle-Busse direkt in die Stadt. Einfach einsteigen, den Rest erledigt der Bus.

So sind wir in der Nähe vom Grand Lisboa rausgekommen, einem der bekanntesten Casinos der Stadt.

Von außen sieht das Gebäude schon beeindruckend aus, von innen erst recht. Die Dimensionen sind wirklich verrückt. Wir haben kurz Blackjack spielen wollen, aber der niedrigste Einsatz pro Runde lag bei etwa 30 €. Die waren dann entsprechend schnell weg. An den Spielautomaten hat man ungefähr 2,50 € pro Spin gezahlt, und die 20 €, die wir eingesetzt haben, waren in unter zwei Minuten weg. Beeindruckend auf eine eigene Art.

Was mich mehr überrascht hat als die Casinos, war der portugiesische Einfluss. Macau war lange eine portugiesische Kolonie, und das sieht man noch überall. Besonders gut: Pastel de Nata. Das sind die kleinen Blätterteig-Törtchen mit Vanillecreme, die man in Lissabon an jeder Ecke kennt und in Macau gibt es sie genauso. Frisch und warm waren sie sehr gut.

Danach sind wir noch zur Michelin-empfohlenen Eisdiele KIKA gegangen. Ich hatte Karamelleis, das war herausragend. Aber auch alle anderen Sorten, die wir probiert haben, waren wirklich besonders.
Die Ruínas de São Paulo sind das wohl bekannteste Bild von Macau: eine aufwendige Fassade, die steht, aber das Gebäude dahinter gibt es nicht mehr. Das sieht tatsächlich verrückt aus, wenn man direkt davor steht.

Auf dem Weg durch die Stadt haben wir dann noch etwas gesehen, das ich vorher so noch nie wahrgenommen hatte: Gerüstbau aus Bambus. Kein Stahl, kein Aluminium, sondern gebundenes Bambus, hoch oben an Gebäuden. Das war echt eine Überraschung.
Dann haben wir noch den Cotai Strip mitgenommen. Das ist ein riesiges Gebäudekomplex, der verschiedene Weltstädte nachbaut. Im Venetian gibt es Venedig mit Gondeln und Kanälen, am Parisian ist draußen ein halber Eiffelturm zu sehen, und der Londoner hat Big Ben, Tower Bridge und rote Telefonzellen. Alles unter einem Dach. Das war gleichzeitig witzig, verrückt und irgendwie schon wieder beeindruckend in seiner Konsequenz.


Zum Abschluss noch ein Abstecher ins Taipa Village. Ein kleines, ruhiges Viertel mit engen Gassen, sehr angenehm nach dem ganzen Trubel.

Dort haben wir vietnamesische Pho gegessen, einfach mal um was anderes auszuprobieren. Das hat schon Vorfreude auf Vietnam gemacht.

Zurück ging es dann mit dem Bus über die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke, eine der längsten Brücken der Welt. Für knapp zehn Euro und mit einem weiteren Bus für ca. zwei Euro zurück zur Unterkunft. Günstiger als die Fähre und die Brücke ist an sich schon einen Blick wert.
Ein voller Tag und es hat sich gelohnt.
🍽️ Food-Spots
Portugiesisches Blätterteig-Törtchen mit Vanillecreme. Eine der bekanntesten Adressen in Macau dafür.
Google Maps öffnenMichelin-empfohlener Eisladen. Karamelleis war herausragend, aber alle anderen Sorten waren auch besonders.
Google Maps öffnenVietnamesische Pho in Taipa Village. Hat schon Vorfreude auf Vietnam gemacht.
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