Ich hatte eine grüne Insel erwartet. Was ich bekommen hab, war deutlich mehr.
Der Seixal Beach hat mich direkt überzeugt. Schwarzer Lavasand, klares Wasser, top zum Schwimmen. Auf der Insel gibt es außerdem Piscinas Naturais, natürliche Lavapools direkt am Meer. Was mich überrascht hat, war das Wetter. Madeira hat so viele Mikroklimata, dass es sich anfühlt, als würde man zwischen verschiedenen Ländern fahren. Funchal im Süden? Warm, sonnig, 23 Grad. Zehn Minuten später in den Bergen? Dicker Nebel, 15 Grad, Regenjacke raus. Der Norden ist generell eher regnerisch, was den Nordwesten so grün macht.
Paul do Mar und Jardim do Mar sind zwei kleine Küstendörfer im Nordwesten. Enge Gassen, direkt am Meer, keine Touristenläden.
Der Fanal Forest stand auf der Liste. Alte Lorbeerbäume, gutes Licht. Den Nebel, für den der Wald bekannt ist, hatten wir leider nicht.
Die Cascata dos Anjos bei Canhas war einen Abstecher wert. Schöner Wasserfall, etwas abseits der Touristenroute. Die Seilbahn da Cruz sollte man sich ansehen. Wir sind nicht runtergefahren, aber von oben hat man einen guten Blick auf die Küste.
Zum Essen: Die Bäckereien auf der Insel sind underrated. Aber das absolute Muss ist das PREGO in der Bar 101. Ein Steak-Sandwich, das eigentlich nichts Besonderes klingen soll, aber das Beste ist, was du auf der Insel essen wirst. Kein Scherz.
Fürs Fahren: Automatik-Mietwagen buchen. Man ist damit entspannter unterwegs, die Straßen sind steil, eng und haben kaum Leitplanken. Parkplätze an den bekannten Aussichtspunkten sind außerdem begrenzt. Im April war es noch entspannt, im Sommer soll das laut Einheimischen reines Chaos sein.
Was ich beim nächsten Mal machen würde: Pico do Arieiro, die Cristo-Statue, Natural Pools Porto Moniz. Und den Korbschlitten in Monte, den habe ich diesmal ausgelassen.
🍽️ Food-Spots
PREGO. Steak-Sandwich auf Madeira, herzhaft und perfekt.
Google Maps öffnenFrisches Brot, lokale Süßigkeiten, Poncha