Von Don Det ging es für mich weiter nach Siem Reap, mit einem Grenzübertritt nach Kambodscha dazwischen. Gleich am Start habe ich zwei Mexikaner kennengelernt, Sebastian und Eduardo, mit denen ich den Weg gemeinsam angegangen bin. Unterwegs kam noch ein Amerikaner dazu, der mit seiner kambodschanischen Frau und deren Vater unterwegs war, und wir sind als Gruppe zusammen zur Grenze gefahren.
Kurios war, dass man beim Ausreisen Geld an den Grenzbeamten zahlen musste, um überhaupt rauszukommen. Der Amerikaner musste 25 Dollar zahlen, ein sehr hoher Preis. Ich konnte runterhandeln auf 2 Dollar, das Geld wandert natürlich direkt in die Tasche des Beamten. Auf der kambodschanischen Seite wurden dann beim Visum unsere kompletten Rucksäcke von Hand durchsucht, wirklich jede kleine Verpackung wurde kontrolliert. Drinnen wurde ich dann von den anderen getrennt, weil ich über einen anderen Anbieter gebucht hatte, und bin alleine weitergezogen. Noch an der Grenze habe ich mir eine SIM-Karte geholt, 30 Tage mit 60 GB für 13 Dollar, ziemlich praktisch.
Siem Reap war dann einer der besten Stopps der ganzen Reise, einfach wegen der Leute, die ich dort kennengelernt habe. Gebucht hatte ich das Passport Hostel, eigentlich nur wegen etwas Entspannung und weil es mit umgerechnet rund 1,50 Euro pro Nacht unfassbar günstig war. Ich dachte, ich bekomme damit ein einfaches, ruhiges Hostel. Wie gut es wirklich wurde, hätte ich nie gedacht.
Direkt bei der Ankunft wurde ich super empfangen von Ell und Katie, zwei Neuseeländerinnen, die dort als Volontärinnen gearbeitet haben. Sie haben mir gleich zwei Deutsche vorgestellt, Otis und Laura, die lustigerweise aus Wuppertal kamen, meiner Nachbarstadt. Ein richtig guter Zufall. Mit den beiden und mit Hannah aus England habe ich in den nächsten Tagen extrem viel Zeit verbracht, dazu mit dem Rest der Hostel-Crew. Jeden Abend gab es ein kostenloses Family Dinner im Preis inklusive, richtig cool.
Geschockt war ich direkt von den Preisen. Im Aha Khmer Restaurant gleich nebenan gab es ein gezapftes Bier für 50 Cent und einen Mojito für einen Dollar, eine Portion traditionelle Nudeln mit Hühnchen und Ei kostete nur etwa 1,50 Dollar. Verrückt günstig, kann ich nur empfehlen.
Die Abende haben wir vor allem zusammen mit den anderen aus dem Hostel verbracht, viel auf der Pub Street, dazu Pub Crawls, Partys und ganze Nächte im Pool, oft bis zwei oder drei Uhr gefeiert und danach gemeinsam im Pool, bis die Sonne wieder aufgegangen ist, manchmal bis sechs oder sieben Uhr morgens. Bei den Leuten dort hat das einfach Spaß gemacht.
Ein großes Highlight war der Ausflug zu Angkor Wat mit Hannah, Laura und Otis. Wir haben uns für 25 Dollar einen Fahrer für den ganzen Tag gemietet. Morgens ging es zuerst zu Angkor Wat selbst, noch schön ruhig und richtig beeindruckend.
Danach zu Ta Prohm, dem Tempel mit den Baumwurzeln, bekannt aus Tomb Raider, auch das eine sehr coole Sache. Zum Schluss noch zu Preah Khan, der ebenfalls richtig gut aussah.
Ein weiteres schönes gemeinsames Erlebnis war die Fahrt mit dem Tuk-Tuk zum Sonnenuntergang in der Nähe vom Floating Village. Erst hatten wir mit Hannah, Laura und Otis den Blick aufs Dorf auf dem Wasser, danach sind wir hoch zum Aussichtspunkt am Phnom Krom, wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang genossen haben.
Ein richtig guter Ort, um gemeinsam hinzufahren.
Auch die Stadt selbst haben wir uns gemeinsam angeschaut, mit Laura, Otis und Katie über den Alten Markt, und uns danach allen zusammen nebeneinander eine Fußmassage gegönnt. Der Blick vom Hostel mit dem schönen Pool war dabei auch einfach atemberaubend.
Nach unserer Angkor-Tour haben wir auch noch unseren Tuk-Tuk-Fahrer zum Essen eingeladen, bei Angkor Hand-Pulled Noodles & Dumplings, sehr gute handgezogene Nudeln.
Von den Leuten her war Siem Reap mit das Beste auf der ganzen Reise. Am Ende habe ich beschlossen, gemeinsam mit Laura und Otis weiterzureisen, noch mit einem Abstecher zusammen nach Phnom Penh.
🍽️ Food-Spots
50 Cent für ein gezapftes Bier, 1 Dollar für einen Mojito, traditionelle Nudeln mit Hühnchen und Ei für ca. 1,50 Dollar. Verrückt günstig.
Sehr gute handgezogene Nudeln und Dumplings.